Eine sorgfältige Mundhygiene ist für den Erhalt der Zähne unerlässlich und in einigen Fällen verhindert sie auch schlechten Atem. Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist Mundhygiene alleine jedoch nicht immer gleichermaßen geeignet, um schlechten Atem zu bekämpfen. Mundgeruch entsteht nämlich in den meisten Fällen durch bestimmte Bakterien, die durch die Bildung schwefelhaltiger Stoffe Mundgeruch und schlechten Geschmack verursachen. Diese Bakterien werden durch eine regelmäßige und umfassende Hygiene nicht gestoppt. Im Gegenteil: Viele Menschen, die unter schlechtem Atem leiden, versuchen als erstes, das Problem durch eine verbesserte Mundhygiene zu bekämpfen und verwenden viel Zeit darauf, die Mundhygiene sehr sorgfältig und umfangreich durchzuführen - doch meist ohne Erfolg.
Oft werden auch noch alkoholhaltige Mundwässer oder z.B. Zahnpasten mit Natriumlaurylsulfat – einem Schäumer – verwendet. Diese trocknen den Mund aus, die anaeroben Bakterien vermehren sich und der Mundgeruch wird verstärkt. Auch wenn die Mundhygiene auf eine Zungenreinigung ausgedehnt wird, wird der schlechte Atem in der Regel nicht verbessert. Das liegt daran, dass sich die schwefelhaltigen Stoffe, die den Mundgeruch produzieren, nicht auf der Zungenoberfläche, sondern in den Fasern der Zunge (Zungenpapillen) befinden. In diesem Fall müssen alternative Behandlungen angewendet werden.