|

 |
|
| Medikamente und schlechter Atem |
|
|
 |
Einige Medikamente behaupten, sie könnten Mungeruch heilen, indem sie Verdauungsprobleme behandeln. Das ist meistens Zeitverschwendung, denn der Magen ist NICHT für Mundgeruch verantwortlich.
Bestimmte Medikamente können das Problem sogar noch verschlimmern. Typisch dafür sind Medikamente gegen Depressionen, gegen Bluthochdruck, gegen Allergien oder zum Abschwellen, Medikamente, die weibliche Hormone enthalten (auch die Östrogen- und/oder Progestogentherapien, oder gar die Antibabypille). Sie haben nämlich ALLE einen trockenen Mund als Nebenwirkung.
Außerdem stellten wir auch einen Zusammenhang fest zwischen einer Langzeitanwendung von Antibiotika und der Entwicklung von schlechtem Atem. Die erste Patientengruppe, die uns dies meldete, nahm ein Antibiotikum ein zur Aknebehandlung. Nach Einnahme von einigen Monaten, stellten sie fest, dass sich sowohl der Atem als auch der Geschmack sehr unangenehm verändert hatten. Das hängt zusammen mit der Tatsache, dass Antibiotika sämtliche Bakterien abtötet, auch die guten. Die unerwünschten Bakterien kommen als resistente Stämme zurück, so dass das Problem noch vergrößert wird. Der Einsatz eines Antibiotikums zur Therapie gegen schlechten Atem wird nicht helfen. Zum einen sind die betroffenen Bakterien erwünscht und notwendig (es sind keine „Übeltäter“, sie gehören zum normalen Mundflora), zum anderen kommen sie – selbst wenn die Symptome für einige Zeit verschwinden würden, nach einigen Tagen zurück.
Sulfonamide oder Arzneimittel gegen Allergie können ebenfalls schlechten Atem hervorrufen. Das könnte damit zusammenhängen, dass der chemische Prozess von Sulfatpräparate mit dem Entstehen von schlechtem Atem ähnlich ist (flüchtige Schwefelverbindungen).
|
 |
| |
|
 |
Sprachen |
 |
|
 |
Informationen |
 |
|
 |
Latest News |
 |
|
|
|
|